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Start in die Berufslehre

So klappt der reibungslose Start in die Berufslehre

Vertragsunterzeichnung Lehrstelle vs. Motivation im letzten Oberstufenjahr. Sie haben bereits früh den*die passende*n Lernende*n gefunden? Wenn Sie ihm oder ihr bereits in der 8.  Klasse einen Ausbildungsvertrag in Aussicht stellen, ist es sehr wichtig, mit ihm*ihr eine zusätzliche Vereinbarung zu treffen, damit seine Leistungen bis zum Ende der Oberstufe nicht abnehmen. Nur dann kann er*sie in der Berufsschule erfolgreich starten und es werden keine Fördermassnahmen notwendig sein.

 

Bildungsziele erreichen

Bis zum Ende der Oberstufe müssen die Jugendlichen in allen Fachbereichen die minimalen Bildungsziele erreichen. Diese Grundbildung ermöglicht ihnen den Zugang zur Berufsbildung. Eine der zentralen Aufgaben der Volksschule besteht darin, den Jugendlichen grundlegende fachliche und Kompetenzen zu vermitteln.

Die Jugendlichen erwerben grundlegen Kenntnisse und entwickeln damit Kompetenzen, die es ihnen erlauben, lebenslang zu lernen und ihren Platz in der Gesellschaft und im Berufsleben zu finden. Einige Kompetenzen erreichen die Jugendlichen im Laufe der Volksschulzeit, für andere wird hingegen in dieser Zeit nur die Basis gelegt.

 

Übergang von der Schule in die Berufslehre

Dieser Aspekt ist den Jugendlichen aber oft nicht bewusst und sie fragen sich, zu welchem Zweck gewisse Inhalte gelernt werden müssen. Sie können das grosse Ganze (noch) nicht sehen. Den Lehrpersonen in der Oberstufe gelingt es deswegen nur bedingt, einen reibungslosen Übergang in die Berufslehre zu gewährleisten. Dass die Jugendlichen bis zur letzten Schulwoche der dritten Oberstufe dem Unterricht folgen und diesen Auftrag vollumfänglich ernst nehmen, ist utopisch.

Trotzdem versuchen die Oberstufenlehrpersonen ihrerseits die Motivation der Schüler*innen bis zum Schluss hochzuhalten. Dieser Ansatz gelingt oftmals nicht oder nur bedingt, wenn die Jugendlichen nach der Zusage vom Lehrbetrieb auf Durchzug schalten und sich in der Sicherheit wägen, dass ihre berufliche Zukunft jetzt in trockenen Tüchern ist. Umso schwieriger, wenn das bereits ein Jahr vor Lehrbeginn der Fall ist.

Was die Lehrbetriebe tun können

Als zukünftiger Vorgesetzter finden Sie bei dem*der Jugendlichen womöglich mehr Gehör, als die Oberstufenlehrpersonen oder Eltern. Nutzen Sie diesen Vorteil schon vor dem Start des Lehrbeginns aus und treten Sie mit dem*der zukünftigen Lernenden in den Dialog. Für beide Seiten hat das enorme Vorteile und Sie vermeiden so Probleme bei Lehrbeginn. Was Sie sonst noch tun können? Jeweils 4 Tipps für mehr Motivation und Leistung nach der Lehrvertragsunterzeichnung haben wir für Sie zusammengefasst:

 

4 Tipps, wie sie bei angehenden Lernenden die Motivation hochhalten.

  • Der Lernende hat womöglich eine andere Vorstellung von den Anforderungen an den Lehrplatz, als Sie als Unternehmer*in, was ein*e Lernende*r zu leisten hat. Versuchen Sie diese Divergenz schon vor dem Ausbildungsstart in Einklang zu bringen.
  • Vielleicht haben Sie ein leistungsabhängiges Lohnsystem – präsentieren Sie das dem Lernenden.
  • Nehmen Sie den Lernenden in die Pflicht eigenverantwortlich zu handeln und so zu zeigen, dass Sie ihn für eine mündige Person halten, die in ihrem eigenen Interesse handelt.
  • Zeigen Sie ihm mögliche Karriereschritte nach einem erfolgreichen Lehrabschluss auf.

 

 

4 Tipps, damit die neuen Lernenden auch ihre Leistung nach der Vertragsunterzeichnung beibehalten.

  • Treffen Sie eine Vereinbarung mit dem*der Lernenden – z. B. Notenschnitt bis zum Ende der Oberstufe beibehalten.
  • Setzen Sie auch die Klassenlehrperson und die Erziehungsberechtigten in Kenntnis über die Vereinbarung.
  • Fordern Sie Quartalsprüfungen, das Semesterzeugnis und die Ergebnisse der Standortbestimmung (alt Stellwerk) ein.
  • Präsentieren Sie dem*der Lernenden den Schulstoff des 1. Lehrjahres in einem Fach und zeigen Sie auf, dass dieser Stoff an das Gelernte der dritten Oberstufe anknüpft.

 

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