Online Schnupper-Anlässe

Schnupperlehren müssen möglich sein!

Als wichtiger Teil des Berufswahlprozess sind Schnupperlehren heutzutage nicht mehr wegzudenken. Die Jugendlichen absolvieren – je nach Berufswahlphase – eine Schnupperlehre entweder, um die verschiedenen Berufe kennenzulernen oder zum Bewerbungs-Schnuppern. Dabei lernen sich die potenziellen Lernenden und der Lehrbetrieb vertieft kennen, in dem die Jugendlichen mit dem Team, den anderen Lernenden und den Berufsbildnern in Kontakt kommen. So können die Lehrbetriebe prüfen, ob der*die Kandidat*in zum Beruf generell und im Speziellen ins Unternehmen passt. Vor der Pandemie dauerten Schnupperlehren oft noch 2-5 Tage, derzeit werden sie immer mehr auch verkürzt angeboten.

Gründe warum sich Schnupperlehren lohnen

Jugendliche, die derzeit nach einer Schnupperlehre suchen, werden nur mit grösster Mühe fündig. Viele Lehrbetriebe verzichten seit Beginn der Pandemie auf Schnupperlehren. Homeoffice, Hygienevorschriften und interne Regelungen lassen den Aufwand zu groß erscheinen. 3 Gründe, wieso es sich trotz aller Widrigkeiten lohnt, Schnupperlehren für die Jugendlichen anzubieten, haben wir für Sie zusammengefasst.

 

Grund 1: Überprüfung – Stimmt die Chemie?

Sie erleben die Jugendlichen während der Schnupperlehren das erste Mal hautnah – und das direkt für einen längeren Zeitraum. Das gewährt Ihnen einen guten Einblick, wie sich der*die Jugendliche im Lehrbetrieb zurechtfindet und im Umgang mit anderen verhält. Die wichtigsten zwei Aspekte, auf die Sie während dieser ein Hauptaugenmerk werfen sollten sind, die Fragen:

  1. Wie passt der*die Kandidat*in ins Team?
  2. Wie passt der*die Kandidat*in zum Lehrberuf?

Die Chemie sollte bei beiden Aspekten stimmen. Nur dann ist die Grundlage für eine erfolgreiche Ausbildung gelegt. Ein passendes Team und coole Mitarbeiter helfen bei der Motivation der Lernenden, die sich dann automatisch auch mal in schlechteren oder strengeren Zeiten mehr “durchbeissen”. Gleiches gilt für den passenden Lehrberuf. Hier entdecken Sie, neben dem “Geschick», bereits während der Schnupperlehre ihre*seine mögliche “Passion”.

 

Grund 2: Der Test – Eignung für den Lehrberuf

Nicht nur die Passion für den Lehrberuf sollte stimmen. Die Jugendlichen sollten auch die Anforderungen erfüllen. Sowohl schulischer, als auch praktischer Natur. Beide sollten berücksichtigt werden. Eine Schnupperlehre bringt hier sehr schnell Licht ins Dunkle. Wie stellen sich die Bewerber*innen an? Vielleicht bringen sie ja sogar bereits Wissen mit in die Ausbildung.

Tipp: Wichtig ist, dass Sie ihm*ihr alle Tätigkeiten aus dem Berufsalltag aufzeigen.

 

Grund 3: Die Wahl – Lehrstelle besser besetzen

Das Wichtigste kommt zum Schluss: Seien Sie sich bewusst, dass sich die Jugendlichen dort bewerben werden, wo ihnen die Schnupperlehre gut gefallen hat. Dies bedeutet für Sie, dass Sie auch Informative Schnupperlehren (im 8. Schuljahr) anbieten sollten. Wenn Sie keine Schnupperlehre anbieten, fallen all diese Bewerbungen für Sie weg. Sie verlieren also spannende Kandidat*innen an andere Lehrbetriebe. Hier gibt es Informationen, wie Sie die Schnupperlehren in Ihrem Betrieb ausschreiben können.

 

Lernende rekrutieren: Die Umfrage von Yousty

Yousty hat im Dezember 2020 eine Umfrage mit über 700 Jugendlichen Teilnehmer*innen  . Die Ergebnisse zeigen, dass die Schnupperlehre weiterhin ein wichtiger Bestandteil des Berufswahlprozesses ist. Die meisten Schüler*innen absolvieren zwei bis vier Schnupperlehren, einige gar bis zu sieben.

Im Frühling werden erfahrungsgemäss die meisten 8. Klässler*innen eine Schnupperlehre durchführen. Dies zeigen auch die Bewerbungsaktivitäten der Jugendlichen auf der Lehrstellenplattform yousty.ch.

Im Herbst kommt dann nochmals eine neue Welle an Schnupper-Interessierten. Dies sind dann aber bereits diejenigen, bei denen es um eine Lehrstelle geht.

Grundsätzlich informieren sich Jugendliche intensiv über offene Schnupperlehren und versenden ihre Schnupperbewerbungen am liebsten direkt dort, wo sie sich auch informieren. Mehr Informationen gibt es hier.

 

Schutzkonzepte sind notwendig

Aufgrund der Corona-Situation müssen Lehrbetriebe sich jedoch Gedanken machen und ein Schutzkonzept ausarbeiten. Gemäss den aktuellen Nahtstellenbarometer des SBFI musste leider bereits jede zehnte Schnupperlehre abgesagt werden. Hoffnung bringt jedoch ein Beitrag des SRF (Schweiz Aktuell, 25. Januar 2021 – ab 6:30). Dieser zeigt auf, dass Schnupperlehren aktuell unter Einhaltung eines Schutzkonzeptes noch immer noch möglich und sogar gewünscht sind.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.