Präsentationstechnik, Wie tickt die Jugend?

Inhalte knackig in 6 Minuten und 40 Sekunden vermitteln

Jugendliche brauchen rasche Impulse, damit ihre Aufmerksamkeit erhalten bleibt. Die Präsentationstechnik Pecha Kucha motiviert, sich kurz und prägnant auszudrucken.

Haben Sie schon einmal in einer 60-minütigen Präsentation gesessen und nach kurzer Zeit gemerkt, dass Sie einfach den Fokus verlieren?

Oder ging es Ihnen als Berufsbildner/in auch schon einmal wie folgt? Sie stehen vor Ihren Lernenden und erklären der Gruppe Jugendlicher etwas zum neuen Arbeitsschutz, zu neuen Betriebsvorschriften oder einem (für Jugendliche) ähnlich spannenden Thema. Schon während der ersten Minuten können Sie beobachten, wie die Augen Ihrer Lernenden so langsam glasig werden.

Auch die mühsam erstellte Power Point im schönen Design scheint das Interesse nicht zu wecken. Dabei hat die Erstellung der Folien so viel Zeit in Anspruch genommen. All der Text für nichts. Wie gelingt es Ihnen also effektiv das Interesse Ihrer Lernenden an einer Präsentation zu wecken?

 

Die Präsentationstechnik Pecha Kucha

In meinem Studium durfte ich die neue Präsentationstechnik «Pecha Kucha» kennen lernen und unmittelbar selber ausprobieren. Pecha Kucha ist eine Vortragstechnik, bei der zu einem mündlichen Vortrag passende Bilder (Folien) an die Wand projiziert werden. Die Methode wurde 2003 in Tokio zum ersten Mal im Rahmen einer Designveranstaltung angewendet und erfreut sich seitdem immer grösser werdender Beliebtheit. Auch ich war begeistert. Ich wurde gezwungen, Unnötiges wegzulassen und das Wichtigste auf den Punkt zu bringen.

 

Pecha Kucha: 20 Folien, die garantiert das Interesse wecken

Die Vorteile von Pecha Kucha liegen in der kurzweiligen und gleichzeitig sehr prägnanten Präsentation. Langatmige Vorträge und die üblichen Ermüdungserscheinungen bei Ihren Lernenden gehören damit der Vergangenheit an.

Pecha Kucha ist Japanisch für Plaudern. Doch für lange Ausführungen bleibt keine Zeit, denn Pecha Kucha bedeutet: 20 Power Point-Folien, die jeweils nach 20 Sekunden wechseln – automatisch. Auf jeder Folie ist nur ein Bild – sonst nichts. Kein Platz für Text oder Graphiken. Kein Platz für Unnötiges. Pecha Kucha zwingt Sie als Redner/in zu klaren Aussagen, denn das Timing muss stimmen. Unwichtiges fällt raus, denn nach genau 6 Minuten 40 Sekunden müssen Sie einen Abschluss gefunden haben.

 

Von Tokio in die Welt

Entwickelt wurde diese Technik vom Architekturbüro Klein-Dytham in Tokio. Sie wollten das “Death by PowerPoint”-Syndrom ausmerzen, die tödliche Langeweile während vieler Präsentationen. Inzwischen ist Pecha Kucha ein Trend. Den Sie durchaus auch für Ihre Präsentationen übernehmen sollten. 6:40 Minuten. Das ist nicht viel Zeit. Auch nicht für einen ungeduldigen Jugendlichen. Weniger als 7 Minuten aufmerksam zuzuhören, wird fast immer möglich sein – besonders, wenn Sie dies vorher bereits genau so ankündigen.

Probieren Sie es doch auch einmal aus und motivieren Sie anschliessend Ihre Lernenden dazu. Durch «Pecha Kucha» lernt man, Wichtiges in eigenen Worten kurz und bündig zusammenzufassen, statt sich zu unnötig langen Vorträgen hinreissen zu lassen. So nehmen alle Beteiligten mehr von einem Vortrag mit.

Pecha Kucha funktioniert wie folgt:

  • 20 Folien
  • 1 Bild pro Folie
  • 20 Sekunden pro Folie
  • Dauer des gesamten Vortrags: 6 Minuten und 40 Sekunden
  • Keine Graphiken
  • Kein Text

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