Nachwuchsförderung Bühler AG

Nachwuchssicherung nach der Lehre

In der Nachwuchsförderung wird häufig davon gesprochen, wie Jugendliche erfolgreich den Weg von der Matura ins Hochschulstudium meistern. Aber auch andere Wege führen zum Ziel. «Ohne die Berufslehre hätte ich nicht realisiert, welch spannende Aufgaben die Industrie zu bieten hat», sagt Maschinenbau-Student Pascal Lieberherr. Warum dieser Weg noch mehr Vorteile hat, erzählt er in diesem Blog.

Mit praktischem Wissen das Studium erfolgreich meistern

Pascal Lieberherr studiert an der ETH Maschinenbau und entwickelt gerade mit einem Team von neun weiteren Studierenden einen autonomen Unkrautroboter, der über ein Zuckerrübenfeld fahren und dabei das Unkraut mittels einer Kamera erkennt und mechanisch vernichtet. Dabei arbeitet er ganz ohne den Gebrauch giftiger Herbizide. Dadurch soll die Landwirtschaft eine Alternative zu den giftigen Pflanzenschutzmitteln erhalten, die zurzeit politisch debattiert werden. Das Fokusprojekt ist mit grosser Verantwortung verbunden und ist Teil von Pascals Bachelor-Studiums. Pascal Lieberherr kommt aber nicht, wie die meisten seiner Mitstudierenden, aus dem Gymnasium oder einer Kantonsschule, sondern absolvierte bei der Bühler AG in Uzwil eine Lehre als Anlagen- und Apparatebauer. Nachwuchsförderung also einmal ganz anders.

 

Die Verbindung mit ehemaligen Lernenden ist Teil der Nachwuchsförderung

Die Entscheidung, ein Maschinenbaustudium zu absolvieren, reifte im 2. Lehrjahr, als er mit anderen Lernenden eine Passionsfrucht-Reinigungsmaschine entwickelte. «Während dieser Zeit realisierte ich, wie viel ich noch an Fachwissen aufbauen muss, um eine Maschine von der Konstruktion bis zur Steuerung entwickeln zu können», so Lieberherr. Damals holten sich die Lernenden Tipps von den Fachspezialisten. «Ihre Lösungen und Denkweisen haben mich fasziniert und ich sagte mir: das will ich auch können», erzählt der Maschinenbau-Student weiter. Er entschied sich letztlich nach seiner Lehre für die ETH Zürich. Heute ist er mit seinem damaligen Lehrbetrieb wieder verbunden, da die Bühler AG die Dreh-, Fräs- und Schweissteile für das Fokusprojekt herstellt. Für beide Parteien eine vorteilhafte Situation. Die Bühler AG bindet ihre Nachwuchskräfte mittels Anstellung in Teilzeit oder während Semesterferien nachhaltig an das Unternehmen und Pascal Lieberherr verliert so die Verbindung zum ehemaligen Lehrbetrieb nicht.

 

Die Lehre bringt viele Vorteile für den Erfolg im Studium

Den Weg von der Lehre zum Studium hat Pascal Lieberherr nie bereut. Im Gegenteil, er sieht darin einen grossen Vorteil: «Während der Berufslehre hatte ich Zeit herauszufinden, was am besten zu mir passt und wo ich hinwill. Direkt nach der Oberstufe wusste ich das noch nicht». Ein weiterer Vorteil sieht er auch jetzt in diesem Fokusprojekt, in dem es gilt, das erworbene Wissen anzuwenden. Und zwar auf allen Ebenen: der Methoden-, Sozial- und der Fachkompetenz. «Als Lehrabgänger habe ich gelernt in einem Team zu arbeiten, ein Projekt zu Ende zu führen und ich habe mir eine Intuition für mechanische Systeme antrainiert, d.h. abschätzen zu können, ob meine Berechnungen plausibel sind und ob man es fertigen kann.» Dazu komme, dass er mit der Lehre bereits einen Abschluss in der Tasche habe, sollte er die ETH nicht erfolgreich meistern. Auf die Frage, ob er nochmals diesen Weg wählen würde, kommt die Antwort prompt: «Ja, absolut! Erst durch die Berufslehre habe ich realisiert, welche spannenden Aufgaben die Industrie zu bieten hat». Er rät den Lernenden, die eigenen Interessen und Fähigkeiten zu entdecken und herauszufinden, was am besten zu ihnen passt. Dann lasse sich auch das richtige Studium viel leichter finden.

 

Mehr zum Unkrautroboter-Projekt: www.rowesys.ch

Die Bühler AG fördert die weitere Ausbildung ihrer Lernenden, indem sie ihnen eine Anstellung in Teilzeit oder während festgelegten Zeitspannen, z.B. in Semesterferien, anbieten.

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