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Lernende rekrutieren: 7 Tipps für erfolgreichere Bewerbungsgespräche

Das Bewerbungsgespräch ist ein wichtiger Schritt für Sie und Ihr Unternehmen, wenn Sie neue Lernende rekrutieren wollen. Als Berufsbildner/in möchten Sie im Gespräch möglichst viel über die Jugendlichen erfahren und gleichzeitig sicherstellen, dass die Jugendlichen auch einen positiven Eindruck von Ihnen und Ihrem Unternehmen mitnehmen.

 

Erfolgreicher Lernende rekrutieren mit dem richtigen Bewerbungsgespräch

Sicherlich haben Sie schon einige Erfahrungen mit Bewerbungsgesprächen sammeln können. Wie läuft bei Ihnen ein Vorstellungsgespräch ab? Führen Sie bereits das ideale Bewerbungsgespräch oder sollten Sie etwas ändern um erfolgreicher Lernende zu rekrutieren? Wir haben 7 Tipps für ein erfolgreicheres Bewerbungsgespräch für Sie zusammengetragen, damit Sie in Zukunft noch mehr aus Ihren Bewerbungsgesprächen herausholen können.

 

Die Begrüssung beim Bewerbungsgespräch

Der erste Eindruck zählt nicht nur für Sie als Berufbildner/in, sondern genauso für die Jugendlichen. Der kleine aber feine Unterschied? Sie sind ganz eindeutig im Heimvorteil!

Tipp 1: Involvieren Sie die  Lernenden in ihrem Unternehmen in den Bewerbungsprozess und das Bewerbungsgespräch. Mit Gleichaltrigen fühlen sich die meisten Jugendlichen wohler und können so richtig aufblühen. Das macht es Ihnen wesentlich leichter, die jungen Persönlichkeiten kennenzulernen und die richtigen Lernenden zu rekrutieren. Außerdem lernen so auch Ihre aktuellen Lernenden die möglichen zukünftigen Kollegen kennen.

Tipp 2: Achten Sie auf die Sitzordnung. Nichts schüchtert neue Lernende im Rekrutierungsprozess mehr ein, als das Gefühl sich in einem «Verhör» zu befinden. Sitzen Sie deswegen lieber über Eck oder an einen runden Tisch, statt den Jugendlichen gegenüber Platz zu nehmen.

Tipp 3: Bieten Sie den Jugendlichen vor dem Gespräch lieber ein Softgetränk als einen Kaffee an. Die wenigsten sind in diesem Alter bereits Fan des bitteren Wachmachers.  Ein kleiner Snack oder Gipfeli rundet zudem den ersten positiven Eindruck ab.

 

Bewerber auflockern mit Small Talk

Stellen Sie Fragen, die die Stimmung etwas auflockern. So helfen Sie den Jugendlichen sich zu entspannen, kurz durchzuatmen und sich an die Gesprächssituation zu gewöhnen. Mögliche Fragen:

  • Ist er/sie mit den ÖV angereist?
  • In welchen Berufen hat er/sie bereits geschnuppert?
  • Gehen Sie z.B. auch kurz auf die Hobbys des Jugendlichen/der Jugendlichen ein

Sie können mit ihm/ihr auch einen kleinen Rundgang durch den Lehrbetrieb machen.

 

Vorstellung des Berufsbildners

Stellen Sie sich, Ihr Unternehmen und auch den geplanten Ablauf des Gespräches vor. Erklären Sie zudem, wie die Lehre ablaufen wird.

Tipp 4: Lassen Sie die Jugendlichen zuerst etwas zuhören. So tauen sie etwas auf und die Nervosität legt sich.

 

Der Bewerber/die Bewerberin stellt sich vor

Geben Sie den Jugendlichen die Chance, sich kurz persönlich vorzustellen. Zwar können Sie viele der Informationen bereits aus der Bewerbung oder  dem Lebenslauf entnehmen, trotzdem erfahren Sie so oft noch weitere spannende Zusatzinformationen und tiefere Einblicke in die Motivation der Jugendlichen.

Tipp 5: Vermeiden Sie Fragen, deren Antworten bereits auf dem Lebenslauf stehen. So verlieren Sie nur wertvolle Zeit. Fokussieren Sie sich  lieber auf Fragen zur Motivation, den persönlichen Zielen und der Berufswahl.

 

Lernende rekrutieren: Zeit für Fragen einplanen

Vermeiden Sie es Fragen zu stellen, die zu unangenehmen Situationen für Sie und den Jugendlichen führen können. Auch tiefgreifende, persönliche Fragen können abschreckend wirken.

Tipp 6: Notieren Sie sich die Fragen im Vorhinein, so stellen Sie sicher, dass Sie im Gespräch nichts vergessen und t alle relevanten Informationen erhalten. Geben Sie zum Schluss  den Jugendlichen unbedingt die Möglichkeit, Fragen zu stellen.

Stellen Sie Fragen zur Berufswahl des Jugendlichen. Einige Beispiele:

  • Für welche Berufe haben Sie sich interessiert?
  • Wo waren Sie bereits schnuppern?
  • Was hat Ihnen gefallen? Was weniger?
  • Warum haben Sie sich bei unserem Unternehmen beworben?
  • Wieso interessieren sich gerade für diesen Lehrberuf?
  • Was erwarten Sie von Ihrem Lehrbetrieb?

 

Gesprächsende und Verabschiedung

Das Wichtigste hierbei ist, dass alle Personen wissen, wie es weitergeht. Meldet sich das Unternehmen oder muss der/die Schüler/in aktiv nachfragen? Durch eine gute Kommunikation können Missverständnisse und Enttäuschungen vermieden werden.

Tipp 7: Lassen Sie sich von den Jugendlichen per Mail kurz eine Rückmeldung zum Gespräch geben. Das hat 2 entscheidende Vorteile für Sie und Ihren weiteren Rekrutierungsprozess:  Sie erhalten oft ein ehrlicheres Feedback, als im persönlichen Gespräch und Sie wissen direkt, ob der/die Jugendliche noch an der Lehrstelle interessiert ist.

Corona wirkt sich auch auf den Lehrstellenmarkt und die Berufsbildung aus. Doch wie? Welche Branche ist in welchem Ausmass betroffen und welche Bedeutung hat dies für Stellensuchende und Ausbildungsbetriebe?

Genau diesen Fragen geht der “LehrstellenPuls” nach – ein Projekt der ETH Zürich in Zusammenarbeit mit der Yousty AG. An unserem 7. Karriere-Talk legen wir den Fokus voll und ganz darauf und diskutieren mit Experten und involvierten Praxisleuten.

Anmeldung zum Online-Talk: https://hello.yousty.ch/karriere-talk-7

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