Der Einfluss von Vorbildern auf die Leistung von Lernenden, Lernender und Berufsbildner bei der Arbeit Elektrotechnik

Der immense Einfluss unserer Vorbilder

Wir alle erinnern uns an unsere Kindheit. Wir erinnern uns an Menschen, die unser Dasein, unser Wesen geprägt haben. Diese Menschen haben grossen Einfluss auf uns genommen und uns ein Stück weit zu dem Menschen gemacht, der wir heute sind. Sie waren unsere Vorbilder oder sind es noch. In irgendeiner Form und Weise. Auch Berufsbildner können oder sollen ein Vorbild sein, ein positives, versteht sich.

Vorbilder hat man sich nicht ausgesucht, sie sind einfach da. Sie beeinflussen uns positiv oder negativ, so kann man von Glück oder Pech sprechen, dass jene Menschen in unser Leben treten. Klar, es geht immer darum, was man daraus macht. Aber können wir einen 10-jährigen Jungen, der in den Krieg zieht, verurteilen? Wenn er doch nichts anderes vorgelebt bekommen hat? Oder kann ich meinen Kindern vorwerfen, nicht selbständig zu sein, wenn ich sie täglich mit dem Auto zur Schule fahre? Kann ich von ihnen erwarten, die Natur als wichtig zu betrachten, wenn ich meine freie Zeit drinnen im Haus verbringe? Entscheidend für deren Entwicklung ist doch, was wir ihnen vorleben.

Begeisterung erkennen und ausschöpfen
Die Berufsbildner begegnen den Jugendlichen an einem sehr entscheidenden Wegpunkt. Gemeinsam stellen sie die Weichen für die Zukunft. Berufsbildner haben die grosse Verantwortung, ihre Lernenden im Betrieb wohlwollend zu formen. Dabei gilt: Alles, was ich von meinem Lernenden verlange, muss ich ihm auch vorleben. Ich kann meine Lernenden positiv beeinflussen, leider auch negativ manipulieren. 16- bis 18-Jährige wachsen von Kindern zu jungen Erwachsenen heran, sie stecken in einer wichtigen Phase ihrer Entwicklung: Sie sind neugierig, wissbegierig und in der Regel bereit, sich zu guten Berufsleuten zu formen. Diese Begeisterung müssen wir erkennen und voll ausschöpfen. Wir haben also die grosse Chance, die Jugendlichen an die Hand zu nehmen, sie mit positiven Vorbildern zu bedienen und aus ihnen authentische, glückliche Berufsleute zu machen. Die Identifikation mit dem Lehrbetrieb ist für den Lernenden sehr wichtig, er möchte dazugehören. Spürt er, dass er dazu gehört und ihn diese Vorbilder positiv beeinflussen, ist er bereit, Verantwortung zu übernehmen und sich im Betrieb zu entfalten.

Verantwortung wahrnehmen
Ich muss mir im Klaren sein, was ich als Berufsbildner und Lehrbetrieb will, welche Kultur, Haltung und Philosophie wir leben.
Positive Vorbilder sind für eine erfolgreiche Ausbildung der Lernenden entscheidend. Sie haben Einfluss auf die soziale und die fachliche Kompetenz unseres Nachwuchses. Seien Sie sich dieser verantwortungsvollen und wunderbaren Rolle als Berufsbildner bewusst – seien Sie ein Vorbild.

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