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Den Nachwuchs in der Region sichern

Was können wir tun, damit unser Nachwuchs nach der Ausbildung nicht nach Zürich oder anderswo abwandert, sondern hier in unserer Region Karriere macht? Das fragten wir uns am Generationentalk Oberthurgau und bekamen wertvolle Antworten, die für jedes Unternehmen und jede Region nützlich sind.

Der Fachkräftemangel hängt unter anderem mit der Abwanderung junger Talente zusammen. Gelingt es den Unternehmen jedoch, die Lernenden in der Region zu halten, sichern sie sich damit die Fachkräfte von morgen. Einen wichtigen Schritt in diese Richtung unternommen hat die Arbeitgebervereinigung Region Arbon gemeinsam mit der Stadt Arbon sowie der Industrie- und Handelskammer Thurgau mit dem erstmals lancierten Generationentalk Oberthurgau. Er hatte den direkten Austausch zwischen Lernenden, Gymnasiasten und Vertretern von Lehrbetrieben zum Ziel. Über 190 Teilnehmende folgten der Einladung und füllten die Eventhalle des Presswerks Arbon bis auf den letzten Stuhl.

Gleich zu Beginn schilderte Andreas Bischof, Leiter Berufsbildung bei der Bühler AG Uzwil, dass sie ihren Nachwuchs sichern, indem sie die Lernenden bis zu ihrem 25. Lebensjahr gezielt begleiten. Dazu gehören Angebote wie die zwei- bis viermonatigen Auslandeinsätze während der Lehre, aber auch frühzeitige Gespräche über deren Zukunftspläne. «Wir müssen den Lernenden Leidenschaft vermitteln, Erlebnisse kreieren, offen sein für Neues und wir müssen einen Weitblick haben, jedoch in der Nähe Entscheide fällen», so Bischof. Bei den anschliessenden Tischrunden wurde intensiv diskutiert: Wie sieht die Situation jetzt aus? Wie soll sie künftig aussehen? Und welche Lösungsansätze gibt es? An jedem der 19 Tische waren 8-10 Gymnasiasten, Lernende und Unternehmer vertreten. Da und dort war zu hören, man wünsche sich die Finanzierung von Weiterbildungen, mehr Infos zu den Berufen, es fehle das Angebot von Praktika und Teilzeitjobs für Studierende, Berufsbildner wünschen sich mehr Initiative von den Lernenden.

Letztlich lautete das Fazit: Die Gespräche zwischen Lernenden und Berufsbildner bezüglich Zukunftsplanung muss frühzeitiger erfolgen. «Das wurde mir heute deutlich bewusst, und wir werden das künftig auch umsetzen», sagte Andrea Trunz, Mitarbeiterin HR bei der Trunz Metalltechnik AG. Es braucht zudem mehr Angebote von Praktika und Teilzeitjobs. Auch die interne Laufbahnberatung hat vielen imponiert. Und vielseits kam der Wunsch auf, den Austausch zwischen den Generationen mehr zu fördern. Wir vom Verein Triebwerk hatten die Projektleitung, waren also mittendrin, um wertvolle Erkenntnisse für unsere Berufsbildner mitzunehmen. Die Tipps der jungen Erwachsenen können in allen Regionen umgesetzt werden. Packen wir es an.

Der Generationentalk Oberthurgau wurde erstmals lanciert und fand am 10. Mai 2019 im Presswerk Arbon statt. Das Konzept der Tagung wurde mit Lernenden aus vier Lehrbetrieben erarbeitet. Weitere Infos: www.generationentalk-oberthurgau.ch.

1 thought on “Den Nachwuchs in der Region sichern”

  1. Sehr geehrte Damen und Herren

    Der Beitrag von der JUKO Egnach und die Infos vom Verein Triebwerk fand ich sehr gut und begrüsse diese neue Art den Jungen die Berufe näher bringen zu können.
    Unser Sohn Daris ist 15 Jahre und ging bis zur Mittelstufe in Egnach zur Schule und dann besuchte er die Oberstufe an der Sportschule in Bürgeln. Seit August hat er die Lehre als Kaufmann begonnen und leider ist es so das er einen neuen Lehrbetrieb suchen muss. In dem Büro, wird drinnen geraucht. da Dies gesetzlich nicht geht sind wir nun im wissen des Lehrlingsamtes, auf der Suche eines Betriebs der ihn übernehmen könnte. Falls ihr als Verein irgendwelche Infos von Lehrabbrüchen KV oder freien Stellen für 2019 habt, wären wir sehr dankbar um weitere Infos. Es wäre wirklich toll diese begonnen Lehre weiterführen zu können.

    Besten Dank
    Freundliche Grüsse

    Mirsade Raimovic

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