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Auch Berufsbildner sind «lifelong-learner»

Die Kompetenzen der Berufsbildner werden sich verschieben und erweitern. Sie werden zu «lifelong-learner», Coachs und soziale Netzwerk-Lerner.

Die Kompetenzen der Berufsbildner werden sich verschieben und erweitern. Sie werden zu «lifelong-learner», Coachs und soziale Netzwerk-Lerner.Im vergangenen Jahr habe ich mich vertieft mit den Veränderungen der Arbeitswelt und der Kompetenzentwicklung im Prozess der Arbeit, dem «Workplace Learning» auseinandergesetzt. Dabei bin ich zum Schluss gekommen, dass es zu Kompetenzverschiebungen und -erweiterungen bei Ausbildungspersonen der betrieblichen Grundbildung kommen wird. Den grössten Einfluss werden meines Erachtens die folgenden drei Entwicklungen haben:

1. Ausbildungspersonen der betrieblichen Grundbildung wandeln sich – wie wir alle – zum «lifelong-learner»
Einmalig erworbene Kompetenzen genügen in unserer agilen Arbeitswelt nicht mehr. In immer kürzeren Abständen müssen wir neue und anspruchsvollere Situationen lösen. So dürfen und müssen wir unser Leben lang lernen. Das finde ich wunderbar.

2. Ausbildungspersonen wandeln sich verstärkt zu Lernbegleitenden und Coachs
Durch «Learning anytime and anywhere» verändert sich das Lernen und das Ausbilden. Der Zugang zu Fachwissen ist immer und überall möglich, Lernen können wir schon jetzt vielfach wann, wo und wie wir möchten. Doch der Lernprozess der Lernenden ist und bleibt individuell – das macht auch die Aufgabe der Berufsbildnerinnen und Berufsbildner höchst anspruchsvoll. Neben Fachwissen rückt die Wertevermittlung für den eigenen Beruf noch stärker in den Fokus. Das bewusste Auseinandersetzen mit Haltung und Verhalten sowie die Vermittlung von Werten und Normen werden für Ausbildungspersonen wichtiger.

3. Ausbildungspersonen wandeln sich zu sozialen Netzwerk-Lernern
Sich orientieren, Fragen stellen, Lösungen finden, sich inspirieren lassen von neuen Wegen und im Austausch mit anderen neue Ideen entwickeln – schnell, unkompliziert und mit Kollegen – dafür braucht man ein Netzwerk. Wie oft durfte ich das schon erleben und wie oft hat dies meine Ausbildungserfahrung bereichert! Durch die Vernetzung, Kommunikation, Zusammenarbeit und kritische Diskussion entwickeln sich Communitys mit einer Team-Intelligenz, die das Wissen einzelner Ausbildungspersonen ergänzen. Quellen wie Bücher, Videos, Dokumente, Lernfilme, Podcasts etc. gehören ins eigene Lern-Netzwerk. Auch das Wissen in den sozialen Medien muss sich jeder selbst aufbauen. Und dann? Pflegen und sich stetig austauschen! So wächst Wissen exponentiell.

Gerne zitiere ich an dieser Stelle Dr. Joël Luc Cachelin, Direktor der Wissensfabrik, anlässlich einer Fachtagung im ZbW St. Gallen: «Sharing ist das neue saving».

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